PFAS im Brandschutz 

Was sich jetzt ändert und was Sie beachten sollten

Das Thema PFAS taucht im Brandschutz aktuell immer häufiger auf.
Viele haben den Begriff schon gehört – aber was genau dahintersteckt und was sich konkret ändert, ist oft unklar.

Dabei lohnt sich ein genauer Blick. Denn die neuen Regelungen betreffen nicht nur Hersteller, sondern auch Unternehmen, Vereine und Betreiber von Anlagen.

Was sind PFAS überhaupt?

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Dabei handelt es sich um chemische Verbindungen, die über viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt wurden – unter anderem auch in Löschmitteln.

Der Grund dafür ist einfach: PFAS sind extrem stabil und ihre Eigenschaften lassen sich für einen guten Löscherfolg nutzen.

Genau diese Stabilität bringt aber auch Herausforderungen mit sich. PFAS bauen sich in der Umwelt kaum ab und können sich über lange Zeiträume anreichern. Deshalb werden sie häufig auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet.

Warum PFAS im Brandschutz aktuell diskutiert werden

In den vergangenen Jahren ist das Thema Umwelt- und Gesundheitsschutz stärker in den Fokus gerückt. Auch im Brandschutz wird deshalb zunehmend hinterfragt, welche Stoffe eingesetzt werden und welche langfristigen Auswirkungen sie haben.

PFAS-haltige Löschmittel stehen dabei besonders im Fokus. Die Diskussion hat dazu geführt, dass auf europäischer Ebene neue Regelungen beschlossen wurden.

Neue EU-Regelungen zu PFAS

Mit der EU-Verordnung (EU) 2025/1988 wird der Umgang mit PFAS-haltigen Löschmitteln schrittweise verändert. Ziel ist es, diese Stoffe langfristig aus dem Einsatz zu nehmen und durch alternative Lösungen zu ersetzen.

Wichtig sind vor allem drei Zeitpunkte:

  • Ab 23. Oktober 2026 dürfen PFAS-haltige Feuerlöscher nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden
  • Bestehende Geräte dürfen noch bis 31. Dezember 2030 verwendet werden
  • Ab dem 31. Dezember 2030 ist die Nutzung vollständig untersagt

Das bedeutet: Auch vorhandene Feuerlöscher dürfen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr eingesetzt werden.

Was bedeutet das konkret?

Für viele Bereiche ändert sich damit zunächst nicht sofort etwas. Bestehende Feuerlöscher können weiterhin genutzt werden, allerdings nur innerhalb der festgelegten Fristen. Trotzdem lohnt es sich, das Thema frühzeitig anzugehen. Denn der Austausch von Feuerlöschern oder Löschanlagen passiert in der Praxis selten von heute auf morgen.

Hinzu kommt, dass nach Ablauf der Frist die Verantwortung für den Einsatz beim Betreiber liegt.

Gibt es Alternativen zu PFAS?

Ja, und sie sind bereits verfügbar.

Im Zuge der aktuellen Entwicklungen setzen immer mehr Bereiche auf fluorfreie Löschmittel. Auch BAVARIA bietet mit der PureNature-Serie eine komplette Reihe von Feuerlöschern an, die ohne PFAS auskommen und hat bereits seit Mitte 2024 auf eine Produktion ganz ohne fluorhaltige Feuerlöschschäume umgestellt.

Diese Geräte wurden so entwickelt, dass sie mit Blick auf Umwelt, Einsatzfähigkeit und Alltagstauglichkeit den Anforderungen moderner Brandschutzkonzepte gerecht werden.

Damit steht bereits heute eine Lösung zur Verfügung, die den zukünftigen regulatorischen Anforderungen entspricht und gleichzeitig eine zuverlässige Löschwirkung bietet.

Warum eine frühzeitige Umstellung sinnvoll ist

Auch wenn die Fristen noch etwas Zeit lassen, gibt es gute Gründe, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen:

  • Planungssicherheit
  • rechtzeitige Umrüstung
  • Vermeidung von kurzfristigem Handlungsdruck
  • Anpassung an zukünftige Anforderungen

Viele Unternehmen nutzen die Übergangszeit, um ihre bestehenden Systeme Schritt für Schritt anzupassen.

Beratung im Brandschutz

Welche Lösung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt immer vom Einsatzbereich ab. Dabei spielen unter anderem bestehende Anlagen, Brandrisiken und betriebliche Abläufe eine Rolle. Gerade beim Thema PFAS lohnt sich deshalb eine fachliche Begleitung. Denn neben Produkten geht es oft auch um Fristen, Austauschkonzepte, bestehende Ausstattung und zukünftige Anforderungen.

BAVARIA Partner unterstützen Unternehmen, Einrichtungen und Betreiber dabei mit praxisnaher Beratung, individueller Planung, passenden Produktlösungen sowie Schulungen rund um den modernen Brandschutz.

So lässt sich der Umstieg strukturiert, nachvollziehbar und mit einem klaren Blick auf die jeweilige Situation gestalten.

Fazit

PFAS im Brandschutz ist kein kurzfristiges Thema, sondern eine langfristige Entwicklung. Die neuen Regelungen geben klare Fristen vor, lassen aber gleichzeitig Zeit für eine geordnete Umstellung. Wer sich frühzeitig damit beschäftigt, kann den Übergang planbar gestalten und auf bewährte Alternativen setzen.

Im Brandschutz gilt wie so oft: Gut vorbereitet zu sein, macht den Unterschied.

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